Informationen

Hier finden Sie die Präsentation zur Informationsveranstaltung
Zusammenschluss Kirchgemeinden Dietikon, Schlieren, Weiningen

Fragen aus dem Publikum an an den Informationsanlässen

Pro

Die Kirchenpflegen von Dietikon, Schlieren und Weiningen begrüssen den Zusammenschluss der drei Kirchgemeinden. Ebenso stehen der Pfarrkonvent von Dietikon und Weiningen sowie die Mitarbeitenden der drei Kirchgemeinden hinter diesem Vorgehen. Die Rechnungsprüfungskommissionen haben ebenso die Vorlage eingehend geprüft und unterstützen das Vorgehen ebenfalls. 
Mit Ausnahme des Pfarrkonvents Schlieren haben die Behörden sowie die anderen Konvente (auch in Schlieren) die JA-Parole für die Abstimmung vom 8. März herausgegeben. 

Weitere Informationen „Pro“ finden Sie in den Abstimmungsunterlagen sowie den Statements.

Contra

Stellungnahme des Pfarrkonvents der Reformierten Kirche Schlieren zur Fusion allgemein und zum vorliegenden Fusionsvertrag.
In Abweichung vom Beschluss der Kirchenpflege der Reformierten Kirchgemeinde Schlieren empfiehlt der Pfarrkonvent Schlieren den Kirchbürgerinnen und Kirchbürgern der betroffenen Gemeinden die Fusion im Allgemeinen und den vorliegenden Fusionsvertrag speziell zur Ablehnung.
Der Pfarrkonvent Schlieren gibt Folgendes zu bedenken:

  • Die im Fusionsfall vorgesehene Kirchenpflege, die sich nur noch mit strategischen Fragen befassen soll, ist ein weniger aktives Gegenüber in den lokalen Partnerschaften. Die Kontakte zu den politischen Gemeinden und zu den Vereinen, die ökumenische Zusammenarbeit mit den verschiedenen katholischen Gemeinden und die Allianz-Zusammenarbeit mit den Freikirchen in der Region würden geschwächt.
  • Die erhofften Synergien im operativen Bereich können nur mit einem Mehraufwand an Koordination unter den Mitarbeitenden erzielt werden. Es ist nicht gesichert, dass die Synergien hier überwiegen. Es ist nicht erwiesen, dass grössere Organisationseinheiten den Herausforderungen, die sich der Kirche stellen, besser gewachsen sind als kleinere, agilere Organisationseinheiten.
  • Wer die Angebote der benachbarten Kirchgemeinden besuchen möchte, kann das heute schon ohne Hindernis tun. Es ist ohne Fusion möglich, dass die Kirchgemeinden gemeinsam regionale Anlässe anbieten und wird so bereits getan.
  • Mit der im Fusionsvertrag vorgeschlagenen Organisationsstruktur besteht das Risiko, dass die Distanz von Kirchenpflege und Mitarbeitenden zu den Gemeindegliedern zunimmt, weil die Ansprechpersonen je nach Thema nicht mehr vor Ort präsent sind. Kirchenkreiskommissionen, Pfarrkreisräte oder Ähnliches, die die Präsenz an den wichtigen Standorten verstärken und mit grundlegenden Entscheidungskompetenzen ausgestattet sind, sind im Fusionsvertrag nicht vorgesehen. Rechtlich wäre die Einrichtung solcher Kommissionen möglich. Damit geht das Risiko einher, dass das Wissen um lokale Traditionen und Schwerpunkte weniger gut weitergegeben wird und schneller verlorengeht.
  • Die Reformierte Kirche in der Region Limmattal wird sich mit oder ohne Fusion damit beschäftigen müssen, wie darauf reagiert wird, dass langfristig weniger Ressourcen zur Verfügung stehen werden. Die entsprechenden Überlegungen wurden in der Vorbereitung nicht gemacht und fehlen in den Unterlagen zur Fusion.
  • Die vorgeschlagene Fusion ist permanent. Wenn sich zeigt, dass kleinere, agilere Organisationseinheiten besser geeignet wären, um den Auftrag der Kirche zu erfüllen, ist es fast unmöglich, die vormaligen Kirchgemeinden wieder voneinander zu lösen.

Pfarrer Markus Saxer
Pfarrer Christian Morf